26. Erzbischöfliche Musiktage 2016

,,Musiktage“ bedeutet für mich: …

viel Musik, wenig Schlaf und jede Menge Spaß! (Eva, 15)
mit talentierten Menschen etwas Episches auf die Beine stellen (Jerry, 16)
leckeres Essen (Matthias, 17)

 

 

 

 

Das sind nur einige der Antworten, die die diesjährigen Musiktagler gegeben haben. Zehn Angelaner der Jahrgangsstufen zehn bis zwölf, zwei Ehemalige und Frau Backes waren dabei!

Am Aschermittwoch ging es los: von Köln fuhren Busse nach Kirchähr bei Montabaur, wo wir bis Sonntag in der Jugendbildungsstätte untergebracht waren. Wir, das waren fast 100 Schülerinnen und Schüler der erzbischöflichen Schulen, die mit ihren Lehrern bis zum frühen Nachmittag in Kirchähr ankamen. Herr Matheis wäre ebenfalls da gewesen, fiel aber leider wegen Krankheit aus. Unser Ziel war uns natürlich schon bekannt: am Sonntag die ,,Heiligmesse“ (offiziell: ,,Missa Sancti Bernardi de Offida“) von Joseph Haydn im Altenberger Dom zu singen und zu spielen.

Jeder Tag begann um 8:15 Uhr mit einer Morgenandacht in der kleinen Kirche auf dem Gelände. Wir hatten schon bei der ersten Probe am Mittwoch ein Heft mit Liedern bekommen, die wir zu diesem Anlass sangen. In den Schulgottesdiensten singen wir nicht einmal zweistimmige Lieder, und deshalb war ich begeistert, dass wir hier vierstimmig singen konnten – nicht wollten und kläglich gescheitert sind, uns auch nicht irgendwie durchgekämpft haben, sondern wirklich auf diesem Niveau singen konnten. Nach dieser Andacht (bei der Gestaltung kam jede Schule einmal an die Reihe) gab es Frühstück, das wie alle Mahlzeiten in Buffet - Form serviert wurde. Von der Verpflegung waren übrigens alle begeistert.

Dann ging es auch schon mit den Proben los: bis Freitag probten der Chor und das Orchester getrennt. Außerdem gab es immer noch kleinere Gruppierungen wie zum Beispiel die Streicher und Bläser bzw. die vier Chorstimmen Sopran, Alt, Tenor und Bass, die erst einzeln probten und sich später wieder trafen. Diese Probe dauerte bis zum Mittagessen, auf das eine längere Pause folgte. Um 15:00 Uhr gab es Kuchen und kurz danach probten wir wieder. Bis zum Abendessen gab es meist nur eine kurze Pause. Danach hatten wir allerdings etwas Zeit, bis die Workshops anfingen. Jeder entschied sich für eines der Angebote. Zum Beispiel gab es einen Mädchen-Popchor, einen Tanzworkshop, einen gemischten Chor, einen Workshop für die Solisten in der Messe, zwei Bands...

Am Bunten Abend am Samstag präsentierte jede Workshop-Gruppe, was sie erarbeitet hatte. Ich fand vor allem die Mischung der verschiedenen Stilrichtungen großartig, denn es gab Pop, Rock, Gospel, Klassik, Musical, Dada... Und auch die Lehrer hatten etwas einstudiert.

Vor der Nachtruhe trafen wir uns wieder in der Kirche zur abendlichen Andacht, die wieder mit den wunderschönen vierstimmigen Gesängen gestaltet wurde.

Am Sonntag mussten wir alle früh aufstehen, denn auch wenn die Messe erst um 10:30 Uhr begann, war es ja noch ein ganzes Stück zu fahren. Außerdem mussten unsere Zimmer bis 7:00 Uhr geräumt sein.

In Altenberg angekommen, sangen wir uns im Pfarrhaus ein und gingen dann in den berühmten Altenberger Dom. Der Chor stellte sich auf dem Podest hinten im Dom auf, während das Orchester im Halbkreis davor saß. Der Dom füllte sich schnell mit Anwohnern, Eltern und Interessierten und wir Angelaner freuten uns besonders über die Anwesenheit von Herrn Helfer. Dann begann der Gottesdienst, und tatsächlich lief alles sehr gut, auch das fünfstimmige ,,Agnus Dei“ von Max Reger, das der Chor a cappella sang. Nach unserem Schlusslied ,,An Irish Blessing“ applaudierten die Zuhörer, und weil viele die Gelegenheit genutzt hatten, um aufzustehen und näher zu kommen, waren es eigentlich sogar Standing Ovations.

 

Insgesamt war es eine tolle Erfahrung, ständig von Musik und Musikern umgeben zu sein und festzustellen, dass es nicht unmöglich ist, in dreieinhalb Tagen ein solches Meisterwerk  einzustudieren und dabei auch noch so viel Spaß zu haben.

 

Carina Andres

 

 

 

 

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