Pragfahrt, April 2016

 

 

Endlich war das halbe Jahr des langen Wartens vorbei  und die Vorfreude sowohl auf tschechischer als auch auf deutscher Seite groß. Nachdem die tschechischen Austauschschüler im September 2015 Bad Münstereifel besucht hatten, waren nun die Schüler aus Bad Münstereifel mit dem Gegenbesuch an der Reihe.  Am Morgen des 28. April ging es dann schließlich los und der Bus fuhr pünktlich um halb acht vom Eifelbadparkplatz ab.

An Bord: 20 Schülerinnen und Schüler des St. Angela Gymnasiums.

Das Ziel: Prag, Hauptstadt Tschechiens.

Der Koffer für die nächste Woche: vollgepackt.  

Das Programm: ebenfalls.

Nach der langen Fahrt wurden die deutschen Gäste ganz herzlich von ihren tschechischen Austauschpartnern begrüßt und später ihren Familien vorgestellt. Schon am nächsten Tag blieb allerdings keine Zeit zum Ausschlafen, denn es stand der Empfang durch den tschechischen Schulleiter und eine anschließende Sprachanimation mit Herrn Spacek auf dem Programm. Dabei konnten sich sowohl Schüler als auch Lehrer an der tschechischen Sprache versuchen . Danach besuchten wir eine Unterrichtsstunde und nahmen am Deutsch- Latein- oder Englischunterricht teil. Den Tag beendeten wir mit einer Schulbesichtigung und einer Führung durch das Stadtviertel Vinohrady.

Die nächsten zwei Tage, das Wochenende, wurden dann von den tschechischen Gastfamilien gestaltet. So gingen viele Schüler in den Prager Zoo, Bowlen oder ins Kino.

Montags besuchten die deutschen Schüler zunächst die Prager Altstadt und die tschechischen den Unterricht. Nach diesem kleinen, aber sehr schönen Ausflug ging es dann mit einem Harry-Potter Zug nach Theresienstadt, wo die Gruppen wiederrum aufgeteilt  wurden und getrennt den restlichen Tag verbrachten. Nacheinander wurden wir über den Friedhof und die Gedenkstätten geführt. Herr Berger, der die Deutschen begleitete, gestaltete die Führung eindrucksvoll und lehrreich.

Am nächsten Tag ging es dann mit einem fröhlicherem Thema weiter: Dem Strahover Kloster mit seiner Bibliothek und der Prager Burg mit ihrer Kathedrale. Am Abend besuchte die Gruppe dann gemeinsam die Oper Le Nozze di Figaro im Ständetheater.

Mittwoch, der leider schon letzte Tag, war ein Projekttag. Hier gab es unterschiedliche Gruppen. Man konnte sich zum Beispiel für das Thema Kubismus melden oder auch eine Kunstaustellung des Malers Mucha besuchen. Gegen Ende des Vormittags wurden die Ergebnisse der Gruppen zusammengefasst und anschließend den Mitschülern vorgetragen. Danach gab es einen freien Nachmittag für die Schüler, den die meisten zum Kuchen backen nutzten, denn abends gab es eine  kleine Abschiedsfeier mit dazugehörigem Buffet.  Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen. Dies kostete viele etwas Überwindung und es flossen auch einige Tränen. Verständlich. Denn die Freundschaften, die entstanden sind, sind etwas ganz besonderes.