Solistenabend 2015

 

Klasse Klassik - nicht nur, aber auch!

 

Ein Bericht von Klaus Lier

 

Eine gelungene Mischung verschiedener Musikstile boten die Interpreten unseres Musikabends. Schüler aller Stufen gestalteten einen ungewöhnlich abwechslungsreichen Abend in der intimeren Atmosphäre des Neubau - Foyers. Aus den Klassen 6c und 6d zeigten die Pianistinnen Maxima Rose und Aurora Müller und auch Kilian Büttner an der Posaune, was man in der Klasse 6 schon alles kann.

Benjamin Weiand  spielte in eindrucksvoller Weise eine Fughetta von J.S.Bach und aus dem Jugendalbum von Robert Schumann den „Knecht Ruprecht“, der durch Benjamins Interpretation in seiner Bedrohlichkeit und der dazu gehörenden Angst der Kinder geradezu  real anwesend schien. Auch Lisanne Fuhrmann hörten wir auf dem Klavier.  „Bella's Theme“ aus dem Film „Twilight“  wirkte  durch impressionistisches Klangfarbspiel..

Tina Koenig überzeugte mit dem Lied „Clown“ von Emily Sandé unter Begleitung von Frau Backes am Klavier.  Agnes Dodt folgte mit dem bekannten Klavierstück „Für Elise“ von Beethoven. Endlich einmal vollständig und nicht schülerhaft vorgetragen, brachte Agnes die romantische Seite dieses Stücks voll zur Geltung. Verena Bismor folgte mit „Air Varié“ des Violinpädagogen Oskar Rieding.

Johannes Kramer spielte zwei der bekannten Inventionen von J.S.Bach nicht nur präzise sondern auch einfühlsam. Ramona Zinken folgte mit 'Klassischer Gitarre' und zeigte eine beeindruckende Fingerfertigkeit in „Classical Gas“ von Mason Williams und besonders in der Sonatine op. 71 Nr. 2 des italienischen Komponisten der Frühromantik Mauro Guiliani.

Isabella Balla begleitete  sich selbst bei den Pop Songs „Zombies“ und „Titanium“ auf der Gitarre. Die Zuhörer waren gefesselt durch die vielen Gefühlsschattierungen, die die Sängerin durch den Wechsel des Klangcharakters ihrer Stimme ausdrücken kann. Emotional den absoluten Gegensatz bildeten die Klavierstücke „FixYou“ und „I dont't want to miss a thing“ gespielt von Benedikt Bädorf.  Irgendwie spiegeln diese ziellos umherschweifenden Stücke - von Benedikt Bädorf perfekt vorgetragen - mit ihrer einschläfernden Monotonie die Sinnentleerung und den Frust des modernen Alltags wieder.

Michel Ehlker entführte uns mit dem Walzer cis-Moll von F. Chopin in eine stilisierte Caféhaus - Atmosphäre. Wieder ein starker Gegensatz: der Boogie „Tit 4 Tat“ von Peter Heger - gespielt von Hannah Mahlberg und Frau Backes -  bildete das nicht ganz ernst gemeinte Schlussstück, bei dem die Interpreten mehrfach den Flügel umrunden mussten.

Das war der ideale „Rausschmeißer“; und so ging man vergnügt nach Hause und dachte: „Schade, dass es schon vorbei ist“.

 

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