Hakuna matata

© Michael Ippendorf, Fotostudio Lichtblick 2017

In einem feierlichen Gottesdienst und einem anschließenden Festakt wurden die 116 Abiturientinnen und Abiturienten des desjährigen Abiturjahrgangs, der „Jahrgangsstufe der Superlative“, am Sankt Angela Gymnasium verabschiedet.

Eine große Gottesdienstgemeinde hatte sich in der Jesuitenkirche versammelt, um die Schulzeit der diesjährigen Abiturientia so zu beginnen, wie sie vor Jahren mit der Einschulung in das Gymnasium begonnen hatte: mit einem Gottesdienst. Das Motto des Tages „Hakuna Matata“ („Alles in Ordnung“) wurde gleich zu Beginn deutlich, als Organist Markus Hennebröhl zum Einzug ein Stück aus dem Musical „König der Löwen“ intonierte. Neben Pfarrer Christian Hermanns nahm auch der evangelische Pfarrer, Frank Raschke, teil, der in seiner Predigt darauf hinwies, dass er bereits den Gottesdienst im Rahmen der Einschulung der jetztigen Abiturienten mitgefeiert habe. „Hier schließt sich der Kreis, denn wie im Gottesdienst zu Beginn Ihrer Schulzeit im Sankt Angela Gymnasium werden Sie auch am Ende dieses Gottesdienstes einen persönlichen Segen von mir oder Pfarrer Hermanns erhalten.“

„Hakuna Matata“ – „Alles in Ordnung“: ein Leitwort, das auch während des Festaktes im Pädagogischen Zentrum des Sankt Angela Gymnasiums immer wieder aufleuchtete. Die musikalische Gestaltung hatten die Abiturientinnen und Abiturienten selbst übernommen: mit ihren Beiträgen setzten Alexander Kuball und Lena Radermacher (Klavier), Maria Schild (Querflöte und Gesang) sowie Kathrin Metzen und Mathias Eulenbruch (Gesang) abwechs­lungs­reiche Akzente zwischen den Redebeiträgen.

Schulleiter Bernhard Helfer war es eine besondere Freude, unter den Anwesenden auch die Bürgermeisterin der Stadt Bad Münstereifel, Frau Preiser-Marian, begrüßen zu dürfen, die den Absolventen herzlich gratulierte und ihnen in einer kurzen Ansprache alles Gute für die Zukunft wünschte. Helfer betonte in seiner Festrede, dass der Empfang der Abiturzeugnisse und damit die Verabschiedung von der Schule den Übergang zu einem neuen Lebensabschnitt darstelle, an dessen Anfang und in dessen Verlauf wichtige Entscheidungen zu treffen seien. Hätten vor einigen Jahren die Eltern die Anmeldung ihrer Kinder an der Schule verantwortet, so seien es nun die Abiturientinnen und Abiturienten, die sich nach 8 Jahren des Erwachsenwerdens in eigener Verantwortung für den weiteren Weg entscheiden müssten. Dies sei deshalb eine schwere Aufgabe, weil man mit den ja selbst­verant­worteten Konsequenzen leben müsse. Ein gern gewählter Weg liege darin, sich möglichst viele Optionen offen zu halten, doch hierin liege auch die Gefahr unzureichender Bestän­digkeit. Schule und Elternhaus hätten aber in jahrelanger partnerschaftlicher Zusammenarbeit daraufhin gearbeitet, universell gültige Grundhaltungen zu vermitteln, wie Verbindlichkeit und damit verbunden Bereitschaft verlässlich zu den eigenen Entscheidungen und Handlungen zu stehen. Was dies für die Absolventen seiner Schule bedeute? „Ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Aber mit der Verantwortung und dem hohen Potential für ein glückliches und gelingendes Leben.“

Jahrgangsstufenleiter Patrick Buissin, dem der Schulleiter neben der Oberstufen­koordinatorin Annelie Dykau ausdrücklich seinen Dank ausgesprochen hatte, machte deutlich, dass es sich bei seiner Jahrgangs­stufe, die nunmehr kurz vor der Überreichung der Abiturzeugnisse stehe, in mehrfacher Weise um eine Jahrgangsstufe der Superlative handle: „Zum einen ist sie meine erste Jahrgangsstufe, zum anderen ist sie natürlich – wenn auch selbsternannt – die schärfste Jahrgangsstufe aller Zeiten und sie ist die zahlenmäßig größte, die wir seit vielen Jahren ins Leben entlassen.“ Mit Verweis auf den altrömischen Philosophen Seneca stellte Buissin heraus, dass die Frage nach dem Wert der Schule für das Leben schon lange diskutiert worden sei und immer noch erörtert werde. Die Schule biete nämlich den Schülerinnen und Schülern einen Schutzraum, doch sei zu überlegen, ob genau aufgrund dieses Schutzraums eine Vorbereitung auf die Härten des Lebens überhaupt möglich sei. Eine solche Härte liegt sicherlich in dem tragischen Unfalltod eines Mitschülers im letzten Sommer. In dieser Situation hätten die Schülerinnen und Schüler „aufrichtiges Mitgefühl, Zusammenhalt, Respekt und wahre Solidarität“ gezeigt, und das seien doch Verhaltens­weisen und Werte, wie sie grundlegend für unser gesellschaftliches Leben sein sollten, so Buissin. Somit bietet die Schule eben gerade in diesem Schutzraum den geeigneten Rahmen zur Vermittlung und zur Einübung dieser Grundhaltungen.

Die Schülervertreter Kathrin Metzen und Mathias Eulenbruch blickten mit ein wenig Wehmut dankbar auf die vergangenen Jahre zurück, betonten aber auch ihre Erleichterung im Hinblick auf die hinter ihnen liegenden Wochen, die durch die Prüfungen und die damit verbundenen Anstrengungen geprägt gewesen seien. Sie dankten ausdrücklich ihrem Stufenleiter für die intensive Betreuung.

Und dann war er da, der lang ersehnte Augenblick: die Ausgabe der Abiturzeugnisse. „Dieser Augenblick kommt nie zurück“ – im Anschluss sang Mathias Eulenbruch in diesem Bewusstsein, von Lena Radermacher am Klavier begleitet, das Lied „Feuerwerk“ von Wincent Weiss, und dabei standen alle Mitabiturientinnen und Mitabiturienten im wahrsten Sinne „hinter ihm“: „Lass uns leben wie ein Feuerwerk, als wenn es nur für heute wär’, denn dieser Augenblick kommt nie zurück!“ Ja, dieser Augenblick war ganz deutlich geprägt von dem Gefühl: „Hakuna Matata“.

 

 

 

Abiturientia 2017

 

Berzen, Michelle; Beyers, Lena; Blissenbach, Alina; Bodenbender, Julian; Bötzelen, Ann-Christin; Braun, Ian; Brauweiler, Jennifer; Brendt, Chiara; Bunte, Pauline; Burggraf, Leah; Claesgens, Alexander; Dederichs, Jan; Denk, Mauritius; Diefenbach, Michael; Dittrich, Jennifer; Eichen, Hannah; Eichinger, Chiara; Eulenbruch, Mathias; Fettweis, Lea; Fey, Julia; Fischhöfer, Benjamin; Förster, Lina; Forst, Katharina; Frank, Luna; Funke, Fabian; Funke, Niklas; Gehrmann, Andrea; Gleich, Niclas; Glück, Hauke; Gonser, Julia; Grünen, Simon; Haag, Kira; Heinen, Lukas; Helfen, Laura; Henseler, Sören; Herriger, Lea; Hien, Matthias; Honert, Celine; Kahl, Jakob; Kaiser, Yannik; Kausemann-Wipperfürth, Wina; Kersten, Luis; Krämer, Ann-Kathrin; Kuball, Alexander; Lanzerath, André; Lanzerath, Leon; Latz, Alexander; Leeraert, Philipp; Lessenich, Kathrin; Lienau, Katharina; Lierz, Julia; Löhnenbach, Anna-Sophie; Lorbach, Anja; Malkomes, Jannis; Manheller, Oliver; Maul, Susanne; Mechernich, Laura; Merscheim, Lorenz; Metzen, Kathrin; Mies, Lorenz; Möckershoff, Tim; Möllmann, Gina; Moers, Julia; Molderings, Hanna; Müller, Jessie; Nettersheim, Nico; Nierstenhöfer, Ole; Nuß, Sebastian; Obst, Katharina; Obst, Kerstin; Pichler, Nina; Radermacher, Alina; Radermacher, Lena; Reitz, Marvin; Römer, Tobias; Ruß, Jana; Schaefer, Daniela; Schallenberg, Lea; Scharfen, Fabio; Scharfen, Leon; Schild, Maria; Schmitt, Lina; Schmitz, Anna-Lena; Schmitz, Fabian; Schmitz, Lea; Schmitz, Tobias; Schnalke, Louisa; Schneider, Jessica; Scholl, Hannah; Schüller, Simeon; Schulz, Vanessa; Schweitzer, Kevin; Selbeck, Lucas; Sesterheim, Kathrin; Siebert, Sandra; Soller, Katharina; Stauch, Daniel; Stoll, Jan; Taschau, Kilian; Tenten, Bianca; Thorn, Niklas; Torstenson, Linn; Uhr, Rose; Valder, Jan; van Cuick, Julia; van Staa, Lynn; Vaßmer, Timo; Vickus, Leonie; Vogel, Marius; Wabnik, Nele; Wald, Jonas; Wald, Luca; Werner, Celina; Witte, Marina; Zimmermann, Florian; Zinken, Hannah