Schuljahresabschluss 2017

Und immer geht eine neue Tür auf

Endlich ist es so weit, wird sich so mancher der Schülerinnen und Schüler gedacht haben, als sich am letzten Schultag vor den Sommerferien das Pädagogische Zentrum des Erz­bischöf­lichen Sankt Angela Gymnasiums füllte. Mit Erstaunen sahen sie, dass hinter dem Altar ein riesiges Bild aufgehängt war. Dieses hatten die Kunstlehrer Frau Dörflinger und Herr Kirchner kreiert und es zeigt eine Tür. ¨Türen sind etwas Selbstverständliches in unserem Leben, so dass wir sie oft gar nicht mehr bewusst wahrnehmen¨, bemerkte Pfarrer Hermanns. Morgens gehe es bereits zuhause mit dem Öffnen der Schlafzimmertür oder der vielleicht verschlossenen Badezimmertür los. Und ebenso seien es die unterschiedlichen Situationen des Alltags, in denen wir auf Schwierigkeiten stießen, die gewissermaßen wie eine verschlossene Tür ein Weiterkommen unmöglich zu machen schienen oder es zumindest erschwerten. Aber darin liege ja auch eine Herausforderung, die wir annehmen und der wir uns stellen müssten, wie Pfarrer Hermanns am Ende des Gottesdienstes betonte: wenn wir vor Hindernissen nicht resignierend stehenbleiben, sondern versuchen, diese verschlossenen Türen zu öffnen, eröffnen wir uns selbst und anderen neue Möglichkeiten, die vorhandenen Fähigkeiten zu nutzen.

 

Ehrungen für besonderes Engangement

Nach dem Gottesdienst bat Schulleiter Bernhard Helfer nicht nur die Klassenbesten zur Ehrung auf das Podium, sondern auch Schülerinnen und Schüler, die sich in verschiedenen Projekten für die Schule und die Schulgemeinschaft eingesetzt hatten. Ob es Aktionen wie die Pflege der Außen­anlagen, die Gestaltung verschiedener Räumlichkeiten durch die Kunst-AG in Form von Wand­malereien, die akustische Unterstützung bei Schulveranstaltungen durch die Ton­techniker und die Moderation der Karnevalsfeier an Weiberfastnacht waren, oder die musikalische Unterstützung beim Martinszug sowie die instrumentale Gestaltung von Veran­staltungen in der Schule, Mithilfe bei schulpastoralen Angeboten wie den ersten Etappen der ¨Romwallfahrt¨: stets waren Schülerinnen und Schüler bereit, meist in ihrer Freizeit, das Schulleben und die Schulkultur durch ihr Engagement mitzugestalten und zu bereichern. Die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer stellten die Aktionen und Projekte kurz vor und baten dann die zu Ehrenden auf das Podium, auf dem es bald recht eng wurde.

Und wenn - Pfarrer Hermanns' Aufruf folgend - auch in der Zukunft der eine oder die andere für sich weitere Türen öffnet und neue Möglichkeiten und Perspektiven in Aktivitäten in und für Schule entdeckt, dann sollte man das Podium für den Abschluss des nächsten Schul­jahres vielleicht etwas vergrößern. Denn wie heißt es in dem Song „Sowieso“ von Mark Forster: „Egal, was kommt, es wird gut, sowieso, immer geht ‘ne neue Tür auf, irgendwo.“

Bruno Hofer