Schüleraustausch Prag 2026

1. Allgemeine Angaben

Im Zeitraum vom 17. bis 24. April 2026 fand ein Schüleraustausch zwischen Schülerinnen
und Schülern des Erzbischöflichen St- Angela-Gymnasiums Bad Münstereifel und dem
Erzbischöflichen Gymnasium in Prag (Tschechische Republik) statt. Die Unterbringung der
deutschen Teilnehmenden erfolgte in Gastfamilien, wodurch ein intensiver kultureller
Austausch ermöglicht wurde.

2. Zielsetzung des Austauschs

Ziel des Austauschs war die Förderung interkultureller Kompetenzen, die Vertiefung
sprachlicher Fähigkeiten sowie die Stärkung des europäischen Gedankens durch direkte
Begegnungen. Zudem sollten die Teilnehmenden Einblicke in Geschichte, Kultur und das
Bildungssystem des Gastlandes erhalten.

3. Programm und Ablauf

17. April 2026 (Anreise)
Die Ankunft der deutschen Gruppe in Prag erfolgte am späten Nachmittag mit dem Bus. Nach
der Begrüßung durch die tschechischen Austauschpartner und Klärung organisatorischer
Fragen wurden die Schülerinnen und Schüler von ihren Gastfamilien aufgenommen.

18.–19. April 2026 (Wochenende in den Familien)
Das Wochenende verbrachten die Teilnehmenden in ihren Gastfamilien. Diese Zeit diente
dem persönlichen Kennenlernen sowie ersten Einblicken in den Alltag und die Kultur vor Ort.
Hierzu wurden Museen der Stadt Prag, der Prager Zoo oder eine Ferienhütte etwas außerhalb
von Prag aufgesucht.
Am Abend des 19. April besuchten die Teilnehmenden gemeinsam die Staatsoper, wo sie das
Ballett „Schwanensee“ von P. I. Tschaikowski sahen. Diese kulturelle Veranstaltung stellte
einen besonderen Höhepunkt dar.

20. April 2026 (Schulbesuch und Stadterkundung)
Am Montag fand der erste gemeinsame Schultag im Erzbischöflichen Gymnasium statt. Nach
einem offiziellen Empfang durch den Schulleiter erhielten die deutschen Schülerinnen und
Schüler eine Führung durch die Schule sowie Einblicke in den Unterricht.
Im Anschluss erkundeten die Teilnehmenden gemeinsam zentrale Sehenswürdigkeiten Prags
bei einer durch die Prager Schule vorbereitete Stadtführung. Der Rundgang führte von der
Schule in die Altstadt und weiter zur historischen Anlage Vyšehrad, einer bedeutenden
Burganlage mit Blick über die Stadt.

21. April 2026 (Exkursion nach Theresienstadt)
Ein zentraler Programmpunkt war die Tagesexkursion nach Theresienstadt (Terezín). Dort
besichtigten die Schülerinnen und Schüler in einer Führung die sogenannte „Kleine Festung“,
die während der NS-Zeit als Gefängnis genutzt wurde.
Darüber hinaus wurde eine originalgetreu restaurierte Unterkunft im Ghetto Theresienstadt
besucht. Diese eindrücklichen Einblicke ermöglichten eine intensive Auseinandersetzung mit
der Geschichte des Nationalsozialismus und förderten das historische Bewusstsein der
Teilnehmenden.

22. April 2026 (Projekttag und kulturelle Bildung)
Am Mittwoch stand ein Projekttag auf dem Programm. Dieser begann mit einem Besuch der
Deutschen Botschaft in Prag, bei dem die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die deutsch-
tschechischen Beziehungen sowie historische Zusammenhänge, wie zum Beispiel die
erhielten. Im Anschluss besuchten sie die „Unsichtbare Ausstellung“, eine interaktive
Ausstellung, die das Leben blinder Menschen erfahrbar macht. Diese Erfahrung förderte
insbesondere Empathie und Perspektivwechsel.

23. April 2026 (Exkursion nach Kutná Hora)
Am Donnerstag unternahm die Gruppe einen Tagesausflug nach Kutná Hora (Kuttenberg),
einer historisch bedeutenden Stadt. Vor Ort besichtigten die Teilnehmenden sowohl die große
gotische Kirche (St.-Barbara-Kathedrale) als auch die berühmte Knochenkirche (Sedlec-
Ossarium). Ergänzend wurde eine stillgelegte Silbermine besucht, die den Schülerinnen und
Schülern einen anschaulichen Einblick in die historische Bedeutung des Silberbergbaus für
die Entwicklung der Stadt und Region vermittelte.

24. April 2026 (Abschlussprogramm und Rückreise)
Am letzten Tag stand die Besichtigung der Prager Burg (Hradschin) sowie des Veitsdoms auf
dem Programm. Zusätzlich wurde die historische Bibliothek des Strahover Klosters
besichtigt.
Am Abend fand ein gemeinsames Abschlussbuffet in der Schule statt, zu dem auch die
Gastfamilien eingeladen waren. Dieses bot Gelegenheit zur Reflexion der gemeinsamen
Woche, zahlreiche Danksagungen, sowie zur Vertiefung der entstandenen Kontakte.
Im Anschluss trat die deutsche Gruppe die Rückreise an.

4. Ergebnisse und Erfahrungen

Der Austausch wurde von den Teilnehmenden als äußerst bereichernd wahrgenommen.
Besonders hervorgehoben wurden:
– die Verbesserung der sprachlichen Kompetenzen (auf dt. Seite zum Teil Englisch aber
auch einige Worte Tschechisch, auf Tschechischer Seite Förderung der deutschen
Sprache),
– der direkte interkulturelle Austausch im Alltag der Gastfamilien,
-die vertiefte Auseinandersetzung mit historischen Themen, insbesondere im Rahmen
der Exkursion nach Theresienstadt,
– sowie die Stärkung sozialer und persönlicher Kompetenzen.
– Vielfältigkeit des kulturellen Programms (Musik, Kunst, Architektur, …)

5. Bedeutung und Nachhaltigkeit

Der Schüleraustausch leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung europäischer Werte und
zur Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen. Die Kontakte wurden bereits bei dem
Besuch der Prager in Deutschland geknüpft, über das Jahr gepflegt, sollen langfristig erhalten
bleiben und bilden eine Grundlage für zukünftige Austauschprojekte.

6. Fazit

Insgesamt war der Schüleraustausch nach Prag ein voller Erfolg. Die Kombination aus
schulischen, kulturellen und historischen Programmpunkten ermöglichte ein ganzheitliches
Lernen. Eine Fortführung und Förderung solcher Austauschprogramme wird ausdrücklich
empfohlen.

Bad Münstereifel, 02.05.2026
Erzb. St.Angela Gymnasium Bad Münstereifel /

– gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond –